Spielberichte 1. Stadtklasse Saison 2011/12
Sonntag, 11. Dezember 2011
Derbysieg! 4:3 im Heimspiel gegen Alach
Aufstellung
T. Großmann – M. Schönau, C. Berles, B. Herzog (88. Schreier), S. Catterfeld – P. Ziehm, K. Hofmann, R. Nagy (44. Schlöffel), S. Großmann (84. Höfler) – M. Meisel, C. Blass
Tore
1:0 Blass (2.), 1:1 (15.), 1:2 (24.), 2:2 Berles (42., Blass), 3:2 Blass (47., Schönau), 3:3 Schlöffel (51. ET.), 4:3 Meisel (57., Ziehm)
Der 16. Spieltag der 1. Stadtklasse stand ganz im Zeichen des Lokalderbys gegen die Reserve der SV Alach. Man rechnete sich viel für dieses Prestigeduell aus. Das Hinspiel in Alach konnte man schon mit 0:4 Toren gewinnen. Außerdem winkte mit einem Dreier der zweite Tabellenplatz der 1. Stadtklasse hinter Stotternheim und vor Lok 2. Doch auch die Punktgleichen Alacher konnten viel gewinnen. Es war also eine umkämpfte und richtungsweisende Partie für Marbach zu erwarten
Der Trainer M. Oertel musste wieder auf N. Volkmer (Knieprobleme) verzichten. Dafür gab es mit S. Catterfeld und S. Großmann Unterstützung aus der 1. Mannschaft, denen hier noch mal gedankt werden soll. Ansonsten gab es kaum Veränderungen. Der zuletzt überzeugende B. Herzog stand wieder in der Startelf, wohingegen F. Schlöffel für Catterfeld und B. Höfler für S. Großmann vorerst auf der Bank Platz nehmen mussten. Schönau konnte nach dem Ausfall in der letzten Woche wieder die Abwehr stabilisieren.
Die Partie begann mit einem Paukenschlag. Nach konzentriertem Auftakt holte man früh eine Ecke raus. Die von Blass getretene Ecke wurde vom Gegnerkeeper etwas ungelenk ins eigene Tor befördert. Kurze Verwirrung, dann ein Pfiff und es stand nach nur 2 Minuten 1:0 (2.). Dann wurden die Gäste stärker und schnürten Marbach zunehmend hinten ein. Es folgte eine Schwächephase der Marbacher, in der nur Alach spielte und man sich kaum befreien konnte. Die logische Folge waren zwei ärgerliche aber zu dem Zeitpunkt verdiente Gegentreffer, die man sich allerdings zum größten Teil selber einschenkte. Zuerst ein Abstimmungsfehler zwischen Torwart Großmann und seiner Vorderleute zum 1:1 (15.). Dann ein verunglückter Abstoß direkt zum Gegner, dessen eigentlich schwacher anschließender Schuss aus zentraler Position aus 16 Metern vor T. Großmann gemein aufsetzte und zum 1:2 (24.) ins Tor schlingerte. Doch die Mannschaft bewies wieder einmal Moral, lies sich nicht die Butter vom Brot nehmen und konterte mit dem 2:2 Ausgleich noch vor der Pause. Nachdem sich K. Hofmann gegen mehrere Gegner im Strafraum per Solo durchsetzte, stark auf C. Blass ablegte und dessen guter Schuss nur den Querbalken traf, verwertete C. Berles den Abpraller überragend per Volleyschuss von rechts ins lange untere Eck (42.). Nach einem unglücklichen Zusammenprall mit B. Herzog musste R. Nagy unmittelbar vor der Pause verletzungsbedingt für F. Schlöffel das Feld verlassen.
Die Ansprache zur Pause musste dann gewirkt haben, denn man kam sehr gut in die zweite Hälfte hinein. Diese war wieder nur 2 Minuten alt, als K. Hofmann und M. Schönau per Doppelpass die gegnerischen Reihen ausspielten. Schönaus anschließende starke Flanke von links landete direkt auf den Kopf von C. Blass, der „nur“ noch zur 3:2 Führung (47.) einnicken brauchte. Ein wunderschöner Spielzeug, da waren sich die Zuschauer einig. In der Folge spielte fast nur noch Marbach. Man schwächte sich aber vorerst wieder selbst, was anscheinend das Motto des heutigen Spieltags sein sollte. Einer der wenigen Entlastungsangriffe von Alach führte zu einer flachen Hereingabe von links in den eigenen Fünfer. Der Rettungsversuch von F. Schlöffel landete im Stile eines Torjägers zum 3:3 Ausgleich (51.) leider im eigenen Kasten und lies T. Großmann keine Abwehrchance. Allerdings stand direkt hinter Schlöffel eine Alacher schon zum einschießen bereit. Der Ausgleich fiel zu diesem Zeitpunkt mehr als unverdient. Doch man spielte weiter nach vorne und wollte heute unbedingt gewinnen. Nur 6 Minuten später fuhr man wieder einen Angriff über die Außenpositionen. Die Hereingabe von P. Ziehm verwertete der bis dahin für seine Verhältnisse unauffällige M. Meisel. Er zeigte hier warum ihm der Trainer immer wieder das Vertrauen ausspricht. Meisel zeigte seine sehr gute Schusstechnik und seinen Torriecher und traf per sattem Linksschuss zentral von der Strafraumgrenze zur verdienten 4:3 Führung (57.). Diese sollten die Marbacher im Anschluss nicht mehr hergeben. Es kamen kurz vor Schluss noch Höfler für Herzog (84.) und Schreier für Catterfeld (88.) ins Spiel.
Alach machte nur noch durch eine peinliche Aktion auf sich aufmerksam, die auf dem Fußballplatz nichts zu suchen hat. Ein offensichtlich frustrierter Alacher wurde wegen Schiedsrichterbeleidigung per rote Karte des Feldes verwiesen und krönte seine Leistung noch mit einer absolut überflüssigen Beschädigung Marbacher Eigentums. Bravo Alach!, so sehen schlechte Verlierer aus!
Den Marbachern kann es egal sein. Man besiegt Alach zu Hause verdient mit 4:3, bestätigt die aufsteigende Formkurve und hat nun 29 Punkte. Damit hat man gegen Alach diese Saison eine überzeugende 8:3 Bilanz. Mit etwas Glück kann man auf dem 2. Tabellenrang überwintern.
Ein besonderer Dank gilt den Zuschauern und dem Glühweinkoch!
Sonntag, 4. Dezember 2011
4:0 Heimsieg gegen SG FSV Harz 04/PSV
Aufstellung: T. Grossmann - N. Volkmer (B. Höfler, 75.), B. Herzog, F. Schlöffel, C. Berles – R. Nagy, P. Ziehm, K. Hofmann, (D. Schreier, 80.) D. Clasen – C. Blass, M. Meisel
Tore: 0:1 Blass (45., Herzog), 0:2 ET. (59., Hofmann), 0:3 Meisel (68., Blass), 4:0 Hofmann (77., Blass)
Am 16. Spieltag der 1. Stadtklasse konnte man die SG Harz04/Polizei SV zu Hause mit 4:0 deutlich schlagen und bestätigte den 1:5 Auswärtssieg aus dem Hinspiel. Nach eher glücklosen 5 Spielen in Folge ohne Sieg hat sich die Mannschaft mit dieser souveränen Vorstellung gegen den 11. der Tabelle den lang ersehnten und zudem ungefährdeten Dreier gegen einen harmlosen Gegner absolut verdient.
Trainer M. Oertel konnte wieder auf den genesenen N. Volkmer zurückgreifen. Dafür musste M. Schönau wegen einer Ohrenentzündung pausieren. M. Oertels taktische Umstellungen auf mehreren Positionen sollte sich auszahlen. Besonders der von Beginn an spielenden B. Herzog zahlte den Vertrauensbeweis des Trainers mit eine sehr gute Partie zurück.
Von Beginn an war der Mannschaft der Siegeswille anzusehen. Obwohl bei starkem Wind und regennassem Geläuf der Ball schwer zu kontrollieren war, begann man spielerisch gut und gewann die Zweikämpfe. So gab es auch nach kurzer Zeit den ersten Torjubel, nur der Schiri hatte etwas dagegen. Nach schöner Einzelleistung über die linke Seite setzte der auffällige B. Herzog den verloren geglaubten Ball mit unnachahmlichem Körpereinsatz nach, eroberte das Leder zurück und traf per Linksschuss ins lange Eck. Leider hatte nur der Unparteiische vorher ein Foul von Herzog gesehen und so blieb es beim 0:0. Kurz vor der Pause fiel dann doch der Führungstreffer durch Marbachs Torjäger vom Dienst C. Blass nach glänzender Vorarbeit von Herzog.
Nach dem Pausentee setzen sich die Kräfteverhältnisse fort. Man kam gut aus der Pause und dominierte nach der Führung klar die Partie. Bis auf wenige Entlastungsangriffe war von den Gästen nicht viel zu sehen. Sie nahmen den Marbachern sogar das Torschießen ab. Nach einer Hereingabe von K. Hofmann konnte der Gegenspieler nicht mehr klären und traf stattdessen zum 2:0 per Eigentor. Jetzt spielte nur noch Marbach. Viele tolle Kombinationen durch die Mitte und über die Außen sorgten immer wieder für Gefahr. Dies wurde deutlich, als plötzlich C. Blass und M. Meisel allein vor dem Gegnerkeeper auftauchten und diese Chance schön ausspielten. Blass, der heute nicht nur als Torschütze sondern auch als Vorbereiter glänze, legte den Ball uneigennützig quer auf seinen Sturmkollegen Meisel. Dieser musste nur noch ins leere Tor zum 3:0 einschieben. Anschließend kam B. Höfler für Volkmer und kam gleich gut in die Partie. Auch am nächsten und letzten Treffer war Blass wieder entscheidend beteiligt. Er behauptete den Ball an der Strafraumgrenze gegen mehrere Verteidiger, steckte dann im richtigen Moment in die Gasse der Abwehr und der gestartete Hofmann vollendete per Innenseite ins rechte Eck zum 4:0 Endstand. Endlich zeigten die Marbacher wieder ihr gefürchtetes Kombinationsspiel, wobei der Gegner es ihnen auch leicht machte. Wenige Minuten später ging Hofmann für Schreier vom Feld. Dieser hatte dann auch die letzte Chance des Spiels, vergab aber aus fünf Metern unglücklich.
Es blieb beim verdienten 4:0 und dem dritten Heimsieg für die Marbacher. Damit konnte man mit nunmehr 26 Punkten den 4. Tabellenplatz vorerst zurückerobern.
Montag, 31. Oktober 2011
Bitterer 2:2 Ausgleich in der Nachspielzeit gegen Lok 2
Aufstellung: T. Grossmann, M. Schönau, F. Schlöffel, R. Nagi, P. Ziehm – C. Berles, D. Clasen (N. Volkmer, 65.), K. Hofmann, B. Höfler (D. Schreier, 60.) – M. Hofmann (M. Linke, 54.), C. Blass
Tore: 0:1 (15.), 1:1 Clasen (17.), 2:1 B. Höfler (40., M. Schönau), 2:2 (90.+)
Nach einer ausgeglichenen Partie am 12. Spieltags der 1. Stadtklasse Erfurt trennten sich die beiden 2. Mannschaften der Sportfreunde Marbach und des ESV Lok Erfurt mit einen leistungsgerechten 2:2. Nach zwei Niederlagen in Folge war eine Leistungssteigerung zu sehen und der Punktgewinn war wichtig, um sich im ersten Tabellendrittel zu behaupten. Dennoch überwog das Gefühl, eher drei Punkt verloren zu haben, da der Treffer der Gäste zum Ausgleich nach einer Standardsituation erst in der Nachspielzeit fiel. Da erfreulicherweise auch die engsten Verfolger Union Erfurt 2. und Schwerborn patzten, bleibt die 2. Mannschaft weiterhin auf Tabellenplatz 3.
Für den verletzten Stürmer M. Meisel rückte M. Hofmann in den Angriff. Weiterhin verzichtete der Trainer aus Sicherheitsgründen auf den Einsatz von N. Volkmer von Begin an, was zu Lasten der Sicherheit im Abwehrbereich ging. Doch P. Ziehm machte als Ersatzmann auf dieser Position ein gutes Spiel. Die 24 Zuschauer sahen einen munteren Auftakt und man merkt sofort nach Anpfiff, dass der Trainer M. Oertel sein Team für diese Partie gut motiviert hatte. Man spielte endlich wieder schnell und sicher Fußball und versuchte gleich von Beginn an die Partie mit spielerischen Mittel für sich zu entscheiden. Doch durch das beherzte und attraktive Offensivspiel fing man sich in der 15 Minute einen Konter der Gäste ein, was zum zu dem Zeitpunkt unverdienten 0:1 Rückstand führte. Doch man steckte dies schnelle weg und D. Clasen konnte in der 17. Minute unbedrängt aus ca. 20m den Ausgleich erzielen, unter freundlicher Mithilfe des Gästekeepers. Generell hatte Clasen insbesondere in der ersten Hälfte viele sehr gute Szenen und konnte mit gewonnenen Zweikämpfen sowie präzisem Passspiel Akzente setzen. Leider konnte man in der Folge keine der zahlreichen und sehr aussichtsreichen Chancen nutzen und brachte Trainer Oertel oft an den Rand der Verzweiflung. Beispielsweise kam M. Hofmann aus etwa 10 Metern frei zum Abschluss als K. Hofmann nach gelungener Kombination von der Grundlinie zurücklegen konnte. Man konnte dann aber doch noch vor der Pause die Überlegenheit zur Führung nutzen. Nach einem platzierten langen Ball aus der eigenen Hälfte von Schönau kam Höfler Sekunden vor dem Gästeschlussmann an den Ball und traf in der 40. Minute zum verdienten 2:1.
Nach der Pause geriet man zunehmend unter Druck. Der Gegner gewann an Spielanteilen und konnte sogar einen Foulstrafstoß rausholen. Doch Torwart T. Grossmann zeigte sich als Elfmeterkiller. Er wählte die richtige Ecke und hielt die knappe Führung vorerst fest. Trotz Druck der Gäste ließ man nicht viele Chancen zu und tauchte selber mehrmals gefährlich vor dem gegnerischen Kasten auf. Wieder war es M. Hofmann, der nach guter Vorarbeit von K. Hofmann aus fünf Metern aus rechter Position nicht erfolgreich war. Er wurde anschließend durch M. Linke im Sturm ersetzt, welcher großen Einsatz zeigte, allerdings auch im Abschluss glücklos blieb. Er hatte sich vor dem Spiel viel vorgenommen, war aber leider als gelernter Verteidiger auf ungewohnter Position nicht erfolgreich. Der Torabschluss war vielleicht die momentan größte Schwäche der 2. Mannschaft, nicht nur an diesem Tag. Durch Schreier und Volkmer kamen im Anschluss zwei frische Kräfte. Doch man schaffte es nicht den berühmten Sack zu zumachen.
Diese Nachlässigkeit im Torabschluss wurde quasi in allerletzter Sekunde in der Nachspielzeit bitter bestraft. Ein Freistoß aus halblinker Position an der Strafraumgrenze köpfte der Gegner unhaltbar ins lange Eck und direkt im Anschluss fiel der Schlusspfiff.
Es bleibt für den Trainer die Erkenntnis, dass eine klare Leistungssteigerung seiner Mannschaft zu erkennen war und man endlich wieder mit Leidenschaft und Siegeswillen auftrat. Dennoch sind solche Spielverläufe immer bitter für ein Team. Doch man hat gut gespielt und nur sehr unglücklich nicht gewonnen.
Bericht: Martin Franke
Sonntag, 16. Oktober 2011
Ein gutes Spiel gemacht und trotzdem verloren
Spielbericht
Sportfreunde Marbach 2 gegen SV Schwerborn,
Samstag, 15.10.2011, 14:30
Aufstellung: T. Großmann, M. Schönau, C. Berles, R. Nagy, B. Herzog (M. Linke, 59.) – P. Ziehm, K. Hofmann, F. Schlöffel (D. Schreier, 61.), B. Höfler (D. Clasen, 73.) – M. Meisel, C. Blass
Am 10. Spieltag der 1. Stadtklasse Erfurt empfing man die Elf des SV Schwerborn. Vor quasi ausverkauftem Haus sahen die 40 Zuschauer eine weitgehend einseitige Partie. Diese ging aber leider unverdient verloren, insbesondere weil zu wenig Torgefahr erzeugt wurde und durch einen folgenschweren individuellen Fehler des Marbacher Keepers. Trotz der bitteren 0:2 Heimniederlage steht man in der Tabelle weiterhin auf Platz 3. Die vor der Partie gesetzten Ziele, sich vom direkten Tabellennachbarn Schwerborn durch einen Dreier abzusetzen sowie eine Siegesserie von 3 gewonnenen Spielen in Folge zu erreichen, wurden leider verfehlt. Zudem hätte man im Fall einer Niederlage der Lok mit einem Sieg sogar den 2. Tabellenplatz erreichen können.
Bitter und unverdient ist das Ergebnis vor allem deshalb, weil die man über weite Strecken ganz klar das Spiel bestimmte und spielerisch dem Gegner klar überlegen war. Aber leider konnte man diese Überlegenheit nicht in Zählbares ummünzen. So bestätigt sich mal wieder die alte Fußballweißheit, wer keine Tore schießt gewinnt auch kein Spiel und verliert meistens sogar.
Der Trainer Mike Oertel begann die Partie mit mehreren Umstellungen. Er musste gegenüber dem Spiel gegen Grün Weiß Erfurt 2. in der Innenverteidigung den verletzungsbedingt fehlenden N. Volkmer ersetzen. Auf dieser Position setzte Oertel auf den zweikampfstarken C. Berles. Dafür spielte F. Schlöffel auf der rechten Läuferposition, um seine Schnelligkeit zu nutzen. Auf dessen rechter Verteidigerposition gab Trainer Oertel B. Herzog auch wegen guter Trainingsleistung das Vertrauen. Weiterhin fehlte der verletzte M. Zimmermann, wohingegen D. Clasen wieder dabei sein konnte.
Die erste Halbzeit begann in der ersten viertel Stunde ausgeglichen. Danach gewann man mehr die Oberhand. Die Partie war zum dem Zeitpunkt spielerisch nicht gerade attraktiv und es mangelte an Torchancen, was der sehr defensiven taktischen Einstellung des Gegners sowie den wieder einmal bescheidenen Platzverhältnisse geschuldet war. Die wenigen Möglichkeiten konnten aber leider nicht genutzt werden. Gegen einen so tief stehenden Gegner tun sich generell alle Mannschaften schwer. Umso wichtiger sind ein präzises Passspiel und das Nutzen der wenigen Möglichkeiten. Die Mannschaft reagierte darauf gut und erkannte, dass das Spiel über die Außen ein Mittel dagegen sein kann. Doch die Anspiele sowohl aus dem Zentrum durch Hofmann und Ziehm als auch über die offensiven Außen Höfler und Schlöffel waren entweder zu ungenau oder wurden von den Angreifern Meisel und Blass nicht verwertet. Der Gegner hingegen beschränkte sich von Beginn an auf Konter, was die Abwehr um M. Schönau aber erfolgreich zu verhindern wusste. Auch Nagi und besonders Herzog konnten überzeugen und die schnellen Stürmer ausschalten. Das Bemühen war den Marbachern anzusehen. Auch das Spiel ohne Ball und die Kommunikation untereinander war stellenweise so, wie es sich der Trainer vorstellt. Mit einem für den Gegner schmeichelhaften 0:0 ging man in die Pause.
Die zweite Hälfte begann man gleich konzentriert, das Kombinationsspiel gelang immer besser und man agierte mit viel Druck. Für Herzog kam in der 59. Minute M. Linke ins Spiel. Kurz danach musste Schlöffel verletzungsbedingt raus. Für ihn kam D. Schreier. Der Führungstreffen lag zu dem Zeitpunkt in der Luft. Einige Male ging ein Raunen durch die Zuschauer und man hatte den Torjubel schon auf den Lippen als beispielsweise Meisel freistehend vor dem Tor arg bedrängt wurde und aus kurzer Distanz nicht treffen konnte. Diese Szene war symptomatisch für das ganze Spiel. Weitere Versuche von Blass und Herzog blieben ebenfalls ohne Fortune. Das Spiel zum Tor, über Außen und das sichere Kombinieren ließen die spielerischen Potentiale der Mannschaft erkennen. Dennoch fehlten der letzte Pass bzw. der erfolgreiche Torabschluss. So kam es wie es oft kommt. Durch eine unglückliche, in der Situation unnötige Aktion des bis dahin sicheren Marbacher Torhüters Großmann verschuldete er wie schon in der letzten Woche einen Strafstoß. Somit geriet man sozusagen aus dem Nichts in der 73. Minute mit 0:1 in Rückstand.
Die Mannschaft bewies dann aber wieder einmal Moral und versuchte im Anschluss alles. Höfler war auf der linken Seite weite Wege gegangen und wurde direkt nach dem Gegentreffer für D. Clasen, der für neuen Schwung sorgen sollte ausgewechselt. Man war spielbestimmend, doch die Versuche waren in der Folge weiterhin zu ungenau und der Gegner verteidigte zudem mit elf Mann. Man hatte das Gefühl, das Spiel konnte an dem Tag noch zwei Stunden länger gehen ohne dass ein Tor für Marbach fallen würde. Die Zeit lief den Marbachern davon und man musste nun alles nach Vorne werfen. Dadurch wurde man zwangsläufig in der Abwehr anfälliger und kassierte zum Überfluss das 0:2 in der 87. Minute. Am Ende fehlten durch das intensiv geführte Spiel der Marbacher vielleicht auch allmählich die Kräfte um die Partie noch zu drehen. Zu allem Überfluss hätte der Unparteiische ganz klar mindestens zweimal auf Strafstoß für Marbach entscheiden müssen.
Entscheidend für die nächsten Spiele muss nun sein, dass alle Spieler dieses Negativerlebnis abhaken und die positiven Seiten der Partie, nämlich die geschlossene, wache Mannschaftsleistung, gute Kombinationen und solides Abwehrverhalten ins nächste Spiel in Büßleben mitnehmen. Wichtig ist auch, dass es keinen Schuldigen für die Niederlage geben kann, obwohl leider einige direkt nach dem Spiel die Schuld bei bestimmten Spielern gesucht haben. Als Mannschaft gewinnt und verliert man immer zusammen. Wenn es die gesamte Mannschaft schafft, in Zukunft durch noch mehr Engagement mehr Torgefahr zu erzeugen, wird man mit Sicherheit solche Spiele auch wieder erfolgreich gestalten können.
Bericht: Martin Franke
Mittwoch, 12. Oktober 2011
2. Mannschaft mit dem 7. Saisonsieg
Aufstellung: T. Grossmann, M. Schönau, R. Nagy, F. Schlöffel, C. Berle (B. Höfler 65.), D. Schreier (B. Herzog 75.), N. Volkmer, P. Ziehm, K. Hofmann, M.Meisel, C. Blass
Am Samstag spielte man am 9. Spieltag gegen die 2. Mannschaft von Grün-Weiß Erfurt. Gegen die vor der Saison als Favorit eingestufte Mannschaft konnte man fast in Bestbesetzung auflaufen. Nur der seit längerem verletzte Martin Zimmermann und Dennis Clasen fehlten dem Team weiterhin.
Gleich von Beginn an konnte das Team von Trainer Mike Oertel das Spiel bestimmen. Nach gerade mal 30 Minuten stand es schon 0:3 für Marbach durch 2 Treffer von Ch. Blass und einem Treffer von M. Meisel. Aber wer dachte das Spiel wäre damit entschieden, der wurde eines besseren belehrt. Nach bis jetzt tadelloser Leistung des Marbacher Keepers T. Großmann in dieser Saison, kam dieser bei einem Zuspiel des Gegners in den Strafraum zu spät und erwischte statt des Balls nur den gegnerischen Stürmer. Den zu Recht gegebenen Strafstoß verwandelte der Gegner. Durch diesen Treffer war die Heimmannschaft wieder motiviert und erspielte sich nach und nach wieder Chancen. Da geschah es dann sogar noch vor der Halbzeit. Aus klarer Abseitsposition, aber für den Schiedsrichter wohl nicht einsehbar, wurde auf 2:3 verkürzt. Plötzlich war das Spiel wieder spannend und man ging mit nur noch einem Tor Vorsprung in die Halbzeit. Zu Beginn der 2. Halbzeit war das Spiel dann noch relativ ausgeglichen und es ergaben sich Chancen auf beiden Seiten, doch Grün Weiß Erfurt rannte die Zeit davon und so drängten sie immer mehr auf den Ausgleich. Die Marbacher Hintermannschaft war stark in Bedrängnis. Zum Schluss reichte es dann aber doch noch zu einem 2:3 Auswärtssieg, was auch ein Verdienst des an diesem Tag herausragendem Linksverteidiger Rinaldo Nagy war und natürlich auch der gesamten Abwehr. Nächste Woche Samstag um 14.30 Uhr geht es dann zu Hause gegen den Tabellennachbarn Schwerborn.
Bericht: Karsten Hofmann



