SG An der Lache - Sport-Freunde Marbach 0:0

Punktgewinn oder Punktverlust? Am Ende stellt sich die Frage nicht…

…es muss gegen 14:00 Uhr gewesen seien, als Trainer Haase in der Kabine die Ansprache mit den Worten begann: „Jungs, schaut euch um. Wir sind 15 Mann, davon keine Verstärkung aus der 2. Männermannschaft oder aus der Alten Herren!“ Worte, die im ersten Augenblick nicht gerade bedeutsam klingen. Wenn man aber die Aufstellungen der letzten Spiele sieht, erkennt man sofort, dass es eben ohne jene Verstärkungen fast unmöglich gewesen wäre, 11 Spieler auf das Feld zu bringen. Das die Freude darüber nicht mal 90 Minuten anhielt, lag nicht nur an der aggressiven und körperbetonten Spielweise der SG An der Lache Erfurt. Vielmehr scheint es eben dieses Pech zu seien, was die Sport-Freunde schon die ganze Saison über verfolgt. An dieser Stelle wünschen wir den Sport-Freunden Max Leonhardt und Sebastian Großmann, welche beide mit Blessuren vorzeitig ausgewechselt werden mussten, gute Besserung und eine schnelle Genesung.

Nun aber doch noch ein paar Worte zum Spiel gegen die Sport-Freunde vom Zoopark am vergangenen Sonntag. Wie der Deutsche Wetterdienst angekündigt hatte, zog pünktlich zum Anpfiff ein kräftiger Regenschauer über den Sportplatz am Zoopark. Es blieb zum Glück nur bei einer kurzen „Husche“. Trainer Haase konnte diesmal besonders in der Defensive aus dem Vollem schöpfen. Das Tor hütete wie zuletzt Sascha Topf, der seine Sache wie in letzten Woche sehr ordentlich machte und am Ende den mehr als verdienten Punkt mit einem katzenartigen Reflex sicherte. Im Abwehrverbund fand man die Rückkehrer T. Focke links und M. Richter als 6er sowie Max Leonhardt rechts, M. Linke zentral und F. Claus im zentralen defensiven Mittelfeld wieder. Vorab kann man sagen, dass alle 5 bis auf wenige Ausnahmen ein sehr gutes Spiel machten und dem Gegner kaum Chancen zur Entfaltung ließen. In der Offensive wirbelten heute zentral Steve Catterfeld hinter den beiden Spitzen Rödiger und Dörig. Unterstützt wurde die Drei noch von der Flügelzange Sebastian Großmann und Nico Thieme. Beide überzeugen besonders mit ihrer Schnelligkeit und Technik und werden den Marbachern in Zukunft noch viel Spass bereiten, wenn sie sich nur auf das Wesentliche konzentrieren.

Von Beginn entwickelte sich ein phasenweise gutklassiges Spiel in dem sich die Marbacher ein optisches Übergewicht erspielten. Von hinten heraus wurde versucht Fußball zu spielen. Die erste Chance ergab sich dann auch für Rödiger. Sein Schuss stellte den gegnerischen Torhüter jedoch vor eine lösbare Aufgabe. Bis zum gegnerischen Strafraum bzw. bis zum finalen Pass spielten die Marbacher recht ansehnlich. Zu weiteren Torschüssen kam es dann bis kurz vor der Halbzeit nicht mehr, da entweder der letzte Pass zu überhastet gespielt wurde oder ein Marbacher im Abseits stand. Kurz vor der Halbzeit setzte sich Leonhardt noch einmal über rechts durch, lies zwei Gegenspieler gekonnt aussteigen und suchte den Abschluss. Hier musste Keeper Fischer sein ganzes Können aufzeigen und wehrte den Ball zur Ecke ab.

Der Trainer der Gästemannschaft schien mit dem Spiel seiner Mannen nicht ganz einverstanden zu seien. Dies merkte man vor allem daran, dass er während der gesamten 1. Halbzeit versuchte die Marbacher Spieler von außerhalb zu „bepflastern“ und dies auch auf dem Weg in die Kabine nicht unterließ. „Lautstark“ gab er das dann auch in der Kabinenansprache seine Mannschaft zu verstehen. Diese kamen dann auch selbstbewusst aus der Kabine und hatten vom Anpfiff weg gleich die die erste Gelegenheit durch Friedemann. Sein Heber landete aber neben dem Tor. Von nun an sollte sich ein ständiges „Hin und Her“ entwickeln, bei dem beide Mannschaften zu Chancen kamen. War es auf der gegnerischen Seite Cramer, der eine Eingabe nur knapp verpasste und C. Schwarz , der in letzter Sekunde noch entscheidend gestört wurde, netzte Rödiger nach klasse Vorarbeit von Claus auf der Gegenseite für die Marbacher ein. Zur Verwunderung vieler wurde hier der Wimpel gehoben. In der Schlussphase hatten beide Teams noch die Chance auf den Dreier. Wieder Rödiger für Marbach nahm eine Eingabe von Catterfeld direkt mit links und „schürzte“ Torwart Fischer. Kurz vor der Linie konnte Friedemann den Ball noch klären. Für die Lache war es M. Decker der völlig frei vor Topf auftauchte, sich von dessen Ausstrahlung, welche phasenweise an den jungen Oliver Kahn erinnerte, nervös machen lies und nicht präzise genug in die Ecke schoss. Topf, wieder mal mit einer klasse Reaktion, hielt somit den Punkt für Marbach fest.

Nach dem Abpfiff des für die Zuschauer trotz Torlosigkeit recht interessanten Spiels muss man dann wohl doch sagen, dass die Punkteteilung gerecht ist. An dieser Stelle erspare ich mir dann trotz „mehrmaliger Aufforderung“ einen Kommentar zur „schauspielerisch überragenden“ Leistungen des Spielertrainers der Gäste Tobias Geißler, welcher ab der 74 Minuten seine Redegewandtheit auch auf dem Platz zeigte.

Die Sport-Freunde erwarten am kommenden Samstag 15:00 Uhr die SG Haßleben/ Alperstedt zum letzten Heimspiel der laufenden Saison. Vorab nur so viel. Die Gäste befinden sich nach wie vor im Abstiegskampf. Es könnte also noch mal heiß hergehen in der „Kampfbahn zu Marbach“J.
Bericht: Michael Linke

Statistik

SG an der Lache: Fischer, Kahnert, Cramer, Krause, Friedemann, Hoffmann (61. Lange), Marcel Decker, Jüngling, Marcus Decker, Schwarz (74. Geißler), Greiner-Well

Sport-Freunde Marbach: Topf, Focke, Leonhardt (82. Hertel), Thieme, M. Linke, Claus, Catterfeld, Richter, Rödiger, Großmann (63. Mann), Dörig