Sport-Freunde Marbach - TSV Kannawurf 3:1

Spielbericht | Statistik

Die Serie hält…der Debütant überzeugt…und es machte endlich mal wieder „tut, tut…“!

Am vergangenen Sonntag empfingen die Sport-Freunde Marbach die Gäste des TSV Kannwurf zum letzten Heimspiel der Saison. Gleich vorne weg, es wurde (leider) nicht das erhoffte und angekündigte Feuerwerk, aber es war einmal mehr der Beweis, dass die Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr einen großen Sprung gemacht hat und in ihrer Spielweise gereift ist. Von Beginn an ging das Spiel eigentlich nur in eine Richtung. Die Defensive um Linke, Mattig, Focke, Evertz und K. Hofmann versuchte zunächst mit sicheren Passspiel aus der eigenen Hälfte das Spiel bis hin zum gegnerischen Strafraum zu verlagern. Vieles blieb hier jedoch Stückwerk und führte nicht zum erhofften Erfolg. Die erste Großchance ergab sich mehr oder weniger aus dem Gewühl heraus, als Catterfeld, welcher heute wieder auf der linken Seite agierte, am Fünfmeterraum frei zum Abschluss kam. Seinen Versuch konnte der starke Schlussmann der Gäste, Martin Grundmann, jedoch mit einer sensationellen Parade zur Ecke klären. Aus dieser Ecke ergab sich dann auch gleich die nächste Chance für die Marbacher. Von M. Hofmanns Kopf prallt der Ball Richtung Linke, welcher den Ball „mit einem sensationellen Volleyschuss aufs Tor zimmerte“. Gäste Torwart Grundmann stand hier allerdings richtig und hatte wohl mehr Probleme, sich das Schmunzeln über die „Rückgabe“ Linkes zu verkneifen, als den Ball zu halten. In den folgenden Minuten passierte nicht viel, Marbach hatte ein optisches Übergewicht ohne jedoch nochmal gefährlich zu werden. Mit dem ersten Angriff der Gäste folgte auch gleich der erste Aufreger. Nach einer Ecke wurde der Ball zu kurz und in die Mitte abgewehrt, wo der der Kapitän der Gäste schon bereit stand, um den Ball direkt ins rechte untere Eck zu zimmern. An dieser Stelle muss gesagt werden, dass der Ball von vielen schon im Tor gesehen wurde. Jene welche haben die Rechnung aber ohne Marbachs Nummer 1 Sascha Topf gemacht, welcher mal wieder seine Klasse aufblitzen ließ und mit einem riesen Reflex den Rückstand verhinderte. Kurz vor der Halbzeit dann doch nochmal die Chance zur Führung. Nach einer sehenswerten Kombination über die linke Seite, wurde der Ball zurück zum 16er gelegt, wo sich dann allerdings K. Hofmann und M. Eck gegenseitig behinderten. Und so ging es dann mit einem 0:0 in die Halbzeit. Mit Beginn der zweiten Halbzeit kam Großmann für Kuhs ins Spiel. Eck, welcher bis dahin eher unauffällig agierte, rückte neben M. Hofmann in den Sturm, was sich als cleverer Schachzug von Coach Förster erweisen sollte. Das Spiel ging weiterhin nur in Richtung des Tores der Gäste. War es zu Beginn noch viel Stückwerk, versuchte man es nun vermehrt spielerisch und konnte so mit einigen schönen Spielzügen Chancen heraus arbeiten und auch die Herzen der Zuschauer bei widrigen Bedingungen ein Wenig erwärmen. Den ersten Hochkaräter der zweiten Halbzeit spielten sich die Marbacher über die linke Seite heraus, den finalen Pass von Catterfeld vollendete M. Eck mit gefühlvollem Lupfer zur verdienten Führung. Mit der Führung im Rücken ging nun vieles einfacher und so erspielten sich die Marbacher Chance um Chance. M Hofmann, welcher heute mal nicht traf, Saal per Kopf, Großmann, und Catterfeld vergaben jedoch beste Chancen. Kannawurf versuchte sich überwiegend mit langen Bällen, welche aber sichere Beute der Marbacher Defensive waren. Und so dauerte es bis zur 68. Minute, ehe sich Eck über rechts durchsetzte, final in die Mitte passte, wo Catterfeld, welcher sich wie die gesamte Offensive in der 2. Halbzeit steigerte, nur noch einnetzen musste. Nun sollte das Ding eigentlich durch sein, dachten sich Spieler, Trainer und Zuschauer. Doch als die Marbacher über mehrere Minuten hinweg aufgrund einer Verletzung Saals in Unterzahl spielten, konnten die Gäste durch einen Sonntagsschusse von Nennewitz in der 83. Minute auf 1:2 verkürzen. In der Folgezeit warfen die Gäste alles nach vorne, um den Ausgleich zu erzwingen. Ein Schuss des Kannawurfer Stürmers streifte hier auch noch den Außenpfosten. Doch bevor wirklich Gefahr aufkam, war es erneut Eck, welcher mit einem geschickten Pass den eingewechselten Mann in Szene setzte. Mann allein auf weiter Flur dribbelt mit dem Ball am Fuß auf das Gästetor und schiebt souverän zum 3:1 in der 88. Minute ein. Nun waren die Messen gelesen, denn kurze Zeit später pfiff der gut pfeifende Schiedsrichter das Spiel ab. Mit dem 3:1 Heimsieg hielt nicht nur die Serie von acht Siegen in acht Heimspielen, nein es war auch das zehnte Spiel ohne Niederlage in Folge und so stehen die Marbacher verdientermaßen auf einem beachtlichen 3. Tabellenplatz, welcher in dieser Form so nicht zu erwarten war. Bedenkt man die Verletztenmisere, welche sich durch die ganze Hinrunde zog, so muss man den Erfolg der Mannschaft eigentlich noch höher bewerten. Ein großer Dank geht hier vor allem an Spieler, wie Karsten Hofmann, Mario Schönau, Nico Volkmar und Patrick Ziehm. Ohne die Unterstützung dieser Spieler wäre das bisher geleistete nicht möglich gewesen.

Was bleibt zum Schluss dieser Hinrunde noch zu sagen. 32 Punkte sprechen für sich, 20 Tore von Mario Hofmann machen das wohl auch, die Heimbilanz hatte ich bereits erwähnt…es bleibt wohl nur sagen, dass man mit dem bisher erreichten sehr zufrieden sein kann, jedoch hat man „noch“ nichts erreicht, denn wo eine Hinrunde ist, da darf eine Rückrunde nicht fehlen. Und die wird es in sich haben. Gleich zu Beginn erwarten uns schwere Spiele, in denen es heißt, die bisher gezeigte Leistung zu bestätigen. In den kommenden drei Monaten ruht der Ball in Marbach, für die Jungs heißt das: Akku aufladen, Verletzungen auskurieren und im Januar und Februar ordentlich vorbereiten auf die Rückrunde.

Bedanken möchte sich I. Mannschaft ausdrücklich nochmal bei den ganzen Helfern, welche sich zu jedem Heimspiel um das ganze „Drumherum“ kümmern - „Daumen hoch“ !!! Ein großes Danke geht auch an alle Zuschauer, welche bei jeder Wetterlage die Heimspiele der Marbacher zu etwas Besonderem machen.

Bericht: M. Linke