Empor Erfurt - Sport-Freunde Marbach 3:1
Endlich rollt der Ball wieder. Alle waren heiß darauf endlich wieder um Punkte zu spielen. Das merkte man dem Spiel auch an, viel Hektik, teilweise übermotivierte Aktionen auf beiden Seiten. Außerdem gab ein Wiedersehen mit einem langjährigen Stammspieler der Marbacher, Michael Wündsch. Er wechselte zur neuen Saison zu Empor Erfurt und stand dort gleich in der Startelf.
Die Sport-Freunde Marbach begannen das Spiel gleich mit drei Neuzugängen; Chris Evertz, Steve, Mattig und Stephan Goldmann. Man versuchte von Beginn an die Empor Abwehr über die Flügel zu überwinden. Doch man merkte sehr schnell, dass die Laufwege noch nicht passten. Die Flanken(versuche) kamen zu ungenau oder gar nicht an. Trotzdem war es genau das richtige Rezept um gegen einen technisch überlegenen Gegner zum Erfolg zu kommen. Bei einem dieser Vorstöße über die linke Seite wurde der Pass super von der Grundlinie in den Rücken der Abwehr gespielt. Leider behinderte Hofmann den besser postierten Evertz beim Schussversuch, so dass der Ball weit am Tor vorbeiging. Die Gastgeber waren in der Anfangsphase zwar optisch überlegen doch wirklich Gefahr kam für das Marbacher Tor nicht auf. Die Abwehr um M. Linke hatte bis dahin alles im Griff und die Doppelsechs Catterfeld/Evertz räumten vor der Abwehr ordentlich ab.
Ein individueller Fehler führte dann zur überraschenden Führung der Gastgeber. Thieme führte einen Freistoß aus der eigenen Hälfte zu ungenau aus, Claus kam nicht mehr an den Ball und es gab Einwurf für Empor. Die Gastgeber schalteten sofort, führten den Einwurf blitzschnell aus, Flanke von rechts, Schuss, Tor, 1:0 für Empor. So einfach und schnell kann Fußball sein. Das sollte nicht die letzte Situation gewesen sein, in denen die Gastgeber gedanklich schneller waren und so das Spiel in den Griff bekamen. Auf der anderen Seite wurde das Spiel der Marbacher jetzt immer ungenauer und unüberlegter. Großmann und Hofmann verzettelten sich immer mehr in Einzelaktionen und übersahen dabei oft den besser postierten Nebenmann. Überhaupt war Hofmann beim Ex-Marbacher Wündsch gut aufgehoben, der das Duell der Freunde klar für sich entschied. Nach 45 Minuten stand es also 1:0 für Empor Erfurt.
In der Halbzeitpause schien Trainer Förster die richtigen Worte gefunden zu haben. Marbach begann die zweite Halbzeit sehr konzentriert und laufstark. Catterfeld und Evertz schalteten sich vermehrt in die Angriffe ein und sorgten mit genauen Pässen in die Nahtstelle der Viererkette für Gefahr. Dann ein Pfiff des Schiedsrichters und es gab, zum Entsetzen von Empor, Elfmeter für Marbach. Was war passiert? Ein langer Ball in den Strafraum, in der Mitte steht Claus will zum Kopfball gehen und wird von hinten umgestoßen. Klarer Elfmeter! Catterfeld schnappt sich den Ball und lässt dem Torhüter keine Chance. 1:1! Jetzt begann die stärkste Phase der Gäste. Angriff über Angriff rollte Richtung Empor-Tor. Doch auch die besten Chancen wurden liegen gelassen. Einmal Catterfeld und zweimal Goldmann hätten die Führung für die Sport-Freunde erzielen MÜSSEN. Marbach machte hinten extrem auf, so dass sich riesige Räume auftaten, die Empor geradezu zum Kontern einluden. Einen dieser Konter über die völlig verwaiste rechte Abwehrseite schloss Gohles zum 2:1 für Empor ab. Marbach steckte nicht auf und drängte auf den Ausgleich und brachte mit Mann und Kuhs zwei frische Spieler aufs Feld. Es folgte gleich eine strittige Situation. Evertz spielte einen exzellenten Steilpass auf Kuhs, der stürmte in den 16er und wurde dort eindeutig gefoult und damit am Torschuss gehindert. Eigentlich alles klar, Elfmeter für Marbach und rote Karte für den Verteidiger. Leider sah es der Schiedsrichter ganz anders und ließ weiter spielen. Was für eine Fehlentscheidung! Das sollte nicht die einzige Fehlentscheidung bleiben. Auf der anderen Seite verlor Thieme den Ball in der eigenen Hälfte und grätschte danach gefrustet seinen Gegenspieler, in bester Maik Franz Manier, um. Dafür konnte es nur die rote Karte geben. Der Schiri gab noch nicht mal Gelb und beließ es bei einer Ermahnung. Kurz darauf erhöhte wieder Gohles, mit sehenswertem Weitschuss, auf 3:1 für die Gastgeber. Jetzt waren die Messen gesungen und das Spiel für verloren.
Hier war heute beim Aufstiegsaspiranten was zu holen. Doch dieser war halt clever und nutze die Marbacher Fehler eiskalt aus. Fazit: (Neu-)Trainer Förster hat noch jede Menge zu tun, um die Effektivität der Mannschaft zu verbessern.
Bericht: Ulf Krottasch


